Laufsandalen machen süchtig

…echt jetz, ich bin Suchti geworden. Ich kann nicht mal beschreiben worin für mich der Gewinn bei Laufsandalen liegt, es liegt mir einfach. Es macht einen Mordsspaß mit Sandalen unterwegs zu sein, es fühlt sich richtig an. Für “echte” Barfußlauf Puristen mögen auch die Sandalen nur ein fauler Kompromiss sein, aber in der Hamburger Innenstadt ist das einfach keine Option.
Wiederum sind Sandalen um ein Vielfaches “purer” als Five Fingers Schuhe oder auch reguläre Barfußschuhe, denn dass der Fuß im Wesentlichen an der frischen Luft ist, ist ein großer Unterschied zu den besagten Schuhen und ganz klar ein Mehr an Barfußgefühl für mich.
Nach meinem ersten Artikel dazu, der ein bisschen auf meine Anfänge eingeht und dem zweiten Artikel, in welchem ich über meinen ersten Wettkampf in Sandalen berichtete, habe ich nun doch Einiges an Erfahrungen sammeln können (Und auch einiges an Sandalen), so dass ich nun  etwas näher auf das Laufen in Sandalen eingehen möchte.

eins vorweg: Die Luna Sandalen von “Barfuß Ted” (Der ist bekannt aus dem Buch “Born to Run”) klammere ich erst einmal aus. Man findet viel über diese Treter, wenn man etwas über Laufsandalen sucht und sie gelten gemeinhin auch als DIE Laufsandalen, aber ich habe jetzt drei verschiedene Paar Sandalen erworben (Von zwei unterschiedlichen Anbietern) und das vorgesehene Budget dafür eindeutig gesprengt. Nächstes Jahr gehts dann weiter, wie ich mich kenne, alleine schon, um mir endlich selber ein Bild machen zu können aber für den Augenblick bin ich sehr zufrieden mit meinem dritten und neusten Paar: den Chala by voycontigo – Chala Run 2.0 XRD.
Um diese Aussage tätigen zu können hat schon ein bisschen Evolution bei mir stattgefunden, denn meine ersten beiden Sandalenpaare hatten in der Praxis so ihre Tücken.

Den Namen “Run 2.0 XRD” mag ich nicht besonders, das klingt mir schon wieder viel zu High-technisiert für ein paar Laufschlappen aus Leder, die sich ja eigentlich gegen diesen Trend stemmen, aber die Dinger sind klasse ! Warum? Nun…

Die Mischung machts

Meine ersten Sandalen waren Chalas und zwar die ganz günstigen “Classic Huaraches” Meine ersten Versuche darin waren sogleich sehr erfolgreich und haben mir ausgesprochen viel Spaß gemacht. Ich habe mich mit den möglichen Schnürungen beschäftigt und die “Slip on, slip off” für mich als optimal entdeckt. Es gibt zu den Sandalen eine tolle -bebilderte- Anleitung zum Schnüren gleich dazu und damit war es wirklich leicht.
Ich laufe ja nur Asphalt und Sandwege damit, keine Trials oder unwegsames Gelände, wofür eine noch robustere Schnürung dann angebracht wäre.
Einzig das patschen beim Laufen hat mich genervt. Die Sohlen sind so dünn, dass sie sich vorne immer ein bisschen von den Zehen lösen und “rumschlabbern”. Das ist im Grunde eine wahnsinnig gute Übung, um einen guten Fußaufsatz beim Laufen zu etablieren, aber egal wie Indianermäßig ich es auch versucht habe… es lässt sich nicht ganz vermeiden. Hier mal eine Studie von mir in genau diesen Chalas, bei der man deutlich sieht, was ich meine:

Laufstudie 16 Km/h – 3:45 Min/Km – In Huaraches from Markus Staudt on Vimeo.

Das nervt beim Laufen dann schon! Es besteht auch immer die Gefahr, dass die Sohle sich mal am Boden verhakt und umklappt, was im günstigsten Fall einfach ein bisschen schmerzhaft sein dürfte und wenn man Pech hat in einem Stolperer mit Sturz enden kann. Mir ist zum Glück nur Ersteres passiert und das auch nur einmal, aber das hat z.B. dafür gesorgt, dass man die Zehen immer leicht verkrampft hält, weil man dem Frieden nicht so ganz traut.

Meine zweiten Sandalen waren dann die “Amuri Venture” von Xero. Die sind ebenfalls noch sehr günstig, versprachen aber durch ein Schnürsystem ohne Knoten und eine etwas dickere Gummisohle, ein etwas stabileres Gebahren. In Ihnen habe ich sogar den oben bereits verlinkten 12KM Wettkampf absolviert.
Auch wenn die Sandalen an sich ok sind und die Leute vom Shop sehr freundlich (Es gab einiges Email hin und her, weil die Lieferung leider recht lange dauerte) so blieb das “Patsch Problem”
Es war bei diesen Sandalen sogar noch stärker ausgeprägt. Nicht weil die Sohle noch weicher ist, sondern das Material insgesamt etwas plastikmäßiger…. Im Gegensatz zu den Chalas eben auch durchgängig aus einem Material. Die Chalas haben eine Lederoberfläche und eine Gummisohle, also zweilagig, die Xeros sind einlagig aus Gummi. Ich hab alles versucht, es patscht. Ich hatte mir das immer anders vorgestellt und ich war mir sicher, dass es nicht an meinem Laufstil liegt, da ich da schon vor meinen Sandalen Experimenten immer sehr viel Augenmerk drauf gerichtet hatte und seit zwei Jahren Vorfußläufer bin. Auf jeden Fall bin ich durchaus in der Lage sehr sensitiv aufzusetzen und mit den Sandalen hat es trotzdem gepatscht…. blöd.
Dazu kam noch, dass dieses Schnürsystem in der Praxis nicht halten kann, was es in der Theorie verspricht, denn es lockert sich leider beim Laufen. Bei dem Wettkampf musste ich zwei, dreimal kurz anhalten und nachspannen und das geht natürlich gar nicht!

Also habe ich seufzend noch ein drittes Paar erworben (Und daran gedacht, dass ich mir jetzt auch gleich die Lunas hätte leisten können) und die waren nun allerdings der Volltreffer, auf den ich immer gehofft hatte: Die oben verlinken Chala Run XRD 2.0 (Dieser Name *Augenroll)

  • Die gute Nachricht zuerst: Ich patsche in den Dingern nicht mehr.
  • Die schlechte Nachricht: Ich habe aktuell keinen Grund mehr, mir wieder Neue zu kaufen… Budget hin oder her, das macht halt auch Spaß 🙂

Die XRDs haben wieder die normale Schnürung, die ich wirklich sehr schätze, einfach weil sie toll funktioniert und ob es jetzt wirklich an der 2mm dicken Mittelschicht liegt, die den XRD ihren Namen geben, oder einfach daran, dass sie durch ihre drei Lagen tatsächlich einen Tick stabiler sind… egal, ich bin darin lautlos unterwegs. Sie passen, sie machen Spaß, sie sind immer noch verdammt direkt und definitiv zum Laufen gemacht.
Wenn die jetzt auch noch den Winter über durchhalten (Die Verklebung soll aufwändig und sehr gut sein), dann werde ich noch begeisterter sein!

Apropos Winter…. Wer da nun gerade stutzig geworden sein sollte…. Es gibt da diese Aussage die ich mal gelesen habe, dass man durch Barfußlaufen so sehr die Durchblutung in den Füßen anregt, dass sie sich von selber viel wärmer halten, als sie das in regulären Laufschuhen tun.
Nun, ich habe das vor Kurzem getestet.
Es waren “nur” 3 Grad Celsius, also noch keine Minusgrade, aber ich kann diese Theorie nun bestätigen: Das ging ganz hervorragend.  Ich hatte die ganze Zeit über muckelig warme Füße 🙂
Da ich nun nicht in der Antarktis wohne, sondern im Großraum Hamburg, bin ich zuversichtlich auch im Winter regelmäßig mal einen Lauf in Sandalen einschieben zu können.

Ein Lauf um die Alster bei 3C in Laufsandalen
Ein Lauf um die Alster bei 3 Grad Celsius in Chala Run XRD 2.0 Sandalen

 

Laufen in Sandalen – nicht ganz so trivial wie man denkt

Um in Sandalen nun wirklich Freude am Laufen zu empfinden, reicht es allerdings nicht, sich einfach welche an die Füße zu schnallen und loszulaufen. Genau wie beim “echten” Barfußlaufen, oder beim Laufen in Five Fingers Schuhen, muss der ganze Laufapparat einiges neu erlernen und sich dabei auch umstellen. Das dauert lange, mehrere Monate, wenn man dran bleibt.
Man tut also gut daran für den Anfang nur kurze Strecken darin unterwegs zu sein und das auch nicht zu häufig, sondern z.B. ergänzend zum normalen Lauftraining 1x in der Woche.
Die Waden und die Achillessehnen werden nämlich auf einem Mal stark gefordert und quittieren mit Sicherheit den Dienst in Form einer Verletzung, wenn man es anfangs übertreibt. Auch Ermüdungsbrüche im MIttelfußbereich sind schon vorgekommen, wenn manche Leute glauben, sie seien härter als die auftretenden leichten Schmerzen, wenn sie diese nur lang genug ignorieren…

Bei uns modernen Menschen, die ihr Leben lang in normalem Schuhwerk gesteckt haben, sind Teile des Bewegungsapparates degeneriert. Das Fußgewölbe ist oft schwach, weil es durch Einlagen und Fußbetten in Schuhen unnötig stark entlastet wurde, die Achillessehnen sind verkürzt, weil man zumeist in Schuhen mit Absätzen unterwegs ist, die die Ferse anheben, so dass diese immer leicht über den Zehen liegt (Die sogenannte Sprengung).
Zusätzlich sind die Schuhsohlen oft steif und unbeweglich (Im Winter bei Stiefeln mit dicken Kreppsohlen sicher noch extremer ausgeprägt, als im Sommer in dünnen Sneakern).
Ich rede hier von einem langen Zeitraum, in dem die Füße bei uns Urbanen ihres natürlichen Potentials beraubt werden: Das fängt in der Kindheit eines Jeden an und setzt sich bis in die jeweilige Gegenwart fort.
Damit zieht sich diese Degeneration durch ein ganzes Leben und ist nicht nur auf das Tragen von Turnschuhen beim Laufen beschränkt. Wer das ein bisschen googelt, findet UNMENGEN an Beiträgen darüber. Exemplarisch verlinke ich hier mal einen, der mir recht gut gefällt: Warum wenig Dämpfung besser ist , auch wenn sich der Artikel nur auf den Aspekt des Laufens in Lauschuhen bezieht.

Ich selbst bin starker Überpronierer und habe Plattfüße (Also ein zusammen gesacktes Fußgewölbe). Mir ist das in dem Artikel beschriebene Verkaufsverhalten in Laufschuhgeschäften nur zu gut bekannt. (“Sie haben Plattfüße und sie überpronieren, sie benötigen Schuhe mit Pronationsstütze und/oder spezielle Einlagen”) Damit hatte ich grundsätzlcih immer nur mehr, anstatt weniger Probleme bekommen.
Seit zwei Jahren arbeite ich dagegen an, habe langsam aber stetig meinen Laufstil verbessert und trage mittlerweile auch im Alltag nur noch Schuhe mit Barfußssohle. Selbst im Winter! Gottseidank ist dieser Trend mittlerweile so etabliert, dass es da tatsächlich Möglichkeiten für den Winter gibt. Als Resultat daraus habe ich zumindest meine Achillessehnen und Waden so viel gekräftigt, dass ich bei meinen ersten Laufversuchen in Sandalen keine Probleme hatte und bis heute auch niemals welche bekommen habe. Trotzdem bin ich immer noch sehr wachsam und achte genau darauf, es nicht zu übertreiben. Einmal in der Woche 10 Kilometer sind mittlerweile mein Mindeststandard und ich hatte auch schon Wochen in diesem Jahr, in denen ich 30Km (3x10Km) in Sandalen gelaufen bin. Danach hatte ich aber auch wieder eine Woche Pause eingeschoben.
Mein Ziel ist es in der kommenden Saison definitiv auch die Länge der einzelnen Läufe auszuweiten und z.B. auch mal einen Halbmarathon darin zu absolvieren. Das ist alles kein Kunststück, man braucht dafür nur Geduld und die Überzeugung, dass man das Richtige tut.

Ich habe noch viele “normale Laufschuhe und ich nutze diese auch nach wie vor, obwohl da keiner mehr bei ist, der eine höhere Sprengung als 6mm hat.
Aber die Sandalen sind ein fester Bestandteil meines Trainings geworden und ich gebe gerne zu, dass ich mich auf jede Einheit darin immer besonders freue. Das ist mehr ein individuelles Ding und in Worten nur schwer durch Fakten begründen, das schrieb ich bereits ganz am Anfang dieses Artikels.
Andererseits habe ich mich gerade mal wieder durch meine ersten Blogeinträge von Mitte 2014 gelesen, in denen ich meine Laufstilumstellung ein bisschen begleitet habe. Wenn ich da drin lese, wie schmerzhaft die ersten Versuche waren und wie lässig und federnd ich mittlerweile eine 10Km Distanz auf diese Weise bewältige…. dann bestätigt mich das in meiner Meinung, dass ich das Richtige tue. Wer will, kann ja mal stöbern:

http://forum.runnersworld.de/forum/blogs/gecko/index2.html

Fazit und ein PS:

Ich bin ein Huaraches Fan geworden!

Nicht unerheblich daran beteiligt, war das Buch “Born to Run” von Christopher McDougall. Bevor ich es tue, verweise ich lieber auf diesen sechs Jahre alten Artikel eines anderen Laufblogs. Bessere Worte kann man nicht finden um dieses tolle Buch zu empfehlen:  http://www.laufen-mit-frauschmitt.de/born-to-run/

 

EDIT 13.10.2017 – Es gibt Neuigkeiten zu meinen Erfahrungen mit Huaraches:

Luna Mono 2.0 – Leider geil…

markus

markus

Wenn er nichts Besseres zu tun hat, geht er laufen, theoretisch also quasi immer. Nun hat er zwar praktisch kaum was Besseres zu tun, dummerweise aber verdammt viel Wichtigeres, so dass sich das Laufen auf 3x Wöchentlich und ca. 40km beschränkt...
markus

8 Kommentare auf “Laufsandalen – meine Erfahrungen nach 150 Kilometern

  1. Huhu,
    interessanter Artikel, jetzt muss ich mich wohl doch mal näher mit dem Thema Sandalen auseinandersetzen.
    Viele Grüße, Eric 🙂

  2. Ja mach mal. Mich würde interessieren, wie Du damit klar kommst. Mit Five FIngers bist Du ja gut unterwegs. Wie lang sind Deine Läufe darin mittlerweile? Und wie schnell ?

  3. Toller Test von Laufsandalen.
    Wenn eines aus meiner vergangen Zeit, als “Jogger” übrig geblieben ist, ist es die Suche nach immer neuen Schuhwerk, um die Performance zu verbessern. 😀

    Meine momentan absolute Lieblingslaufsandale habe ich mir selbst gebaut.
    Aus Tretford (toller Name dafür) Ziegenhaarteppich und die Sohle habe ich mit “Plasti Dip”-Gummierungsspray behandelt. Slip-On-Off-Schnürung.
    Läuft sich wie auf festem Teppich. Ist ja auch einer! 😀
    Durch das Material platscht es auch überhaupt nicht und ich erschrecke regelmäßig Fußgänger, weil sie mich nicht hören.
    Kostenpunkt ca. 8€ + 2h Bastelzeit.
    Bin jetzt ca. 80km, inkl. Wettkampf, in diesen Sandalen gelaufen. Die Gummierung ist nun etwas abgenutzt.
    Ich denke, bei 250km werde ich mit Plasti Dip einfach mal nachsprühen.

    Danke für Deine vielen Erfahrungsberichte!

    Vielleicht sehen wir uns mal an der Alster, obwohl ich meistens an der Elbe laufe. Dort gib es auch Teilstücke, die man komplett barfüßig laufen kann.

    LG
    Felix

    1. Hahaha, DAS ist ja mal eine geniale Idee !
      Danke für Deinen Kommentar, ich werde das mal recherchieren und nachbastel glaube ich. Das klingt herrlich bekloppt 🙂

  4. Hi Markus, kann deine positiven Worte nur bestätigen. Bin selber in Besitz in Besitz einer ganzen Minimalschuh-Kollektion – angefangen von Newton-Schuhen und NB Minimus, über Five Fingers und eine umfangreiche Vivobarefoot-Kollektion bis hin zu Sandalen: die von dir beschriebene Run 2.0 XRD (Vegan), diverse Chalas für den Alltag, Luna Mono, Leadville und Mono 2.0.
    Hab ebenfalls mit Barfußschuhen im Alltag angefangen, im Sommer ’16 mit Training in Vivos und Sandalen begonnen, und mich über zwei Halbmarathons dieses Jahr (mit Luna Mono) bis an die Marathondistanz herangearbeitet. In Köln am 1.10. soll es dann soweit sein, ebenfalls mit den Luna Monos. Die haben den Vorteil einer etwas dickeren Sohle, was die mechanische Beanspruchung der Fußsohle etwas reduziert. Mit den Chalas bin ich aber auch schon bis 29k am Stück gelaufen, sogar auch im Wald (nicht so komfortabel wegen Steinen etc.). Da sind die Leadville Pacer von Luna mein bevorzugtes Schuhwerk (im Winter auch Vivo Primus Trail). Du hast recht – wer einmal mit Sandalen gelaufen ist, der will immer “oben ohne” laufen. Schöner ist da nur ganz barfuß…
    Wichtig für den Beginn ist, die Anpassungserscheinungen (manche sagen auch “Wehwehchen”) immer gut auszukurieren vor dem nächsten Minimalschuhlauf. Sonst riskiert man ernste Verletzungen. Dies waren bei mir in der Reihenfolge des Auftretens: feuernde Achillessehnen (2-3 Tage), Wadenmuskelkater (bis 1 Woche), Überlastungen im Fußmittelbereich, total-ermüdete Fußmuskulatur, protestierende Fußaußenkanten. Muskelkater, Knie-/Hüftbeschwerden, Blasen an den Füßen und schmerzende Achillessehnen gehören bei mir inzwischen selbst bei den 35k-Läufen der Marathonvorbereitung der Vergangenheit an.
    Prinzipiell gilt: je weniger Dämpfung und je dünner die Sohle, destso effizienter der Laufstil. So macht Laufen auch einfach viel mehr Spaß. Dies ist ablesbar an Bestzeiten und am Running Index der Polar-Uhren. Ultimativer Laufspaß ist Barfuß auf Asphalt (natürlich ohne Split). Man erschrickt häufig Fußgänger, weil man 0,0 Laufgeräusche macht und sie plötzlich überholt. Übrigens, das Patschen gibt sich zumindest bei den Lunas nach einigen Läufen, da sie sich dem Fuß anpassen und nicht mehr über die gesamte Länge plan aufsetzen (“Patsch!”). Die Chalas verformen sich nicht so stark, deshalb machen sie ein wenig mehr Geräusche.
    Zur Schnürung: Ich bin von der Slip-on-slip-off-Schnürung zum Laufen abgekommen, weil die optimale Balance zwischen Halt und Bequemlichkeit nur schwer zu finden ist. Für “Marathonschnürung” muss übrigens die Grundschnürung der Sandale geändert werden (Zeh- zu Außen, dann das Fersenband zur Innenseite) und ein längerer Schnürsenkel genommen werden (ich habe 220 cm). Ein paar Ideen zur Schnürung gibt es bei Randy Kreill auf YouTube. Ich habe mir daraus eine eigene Variante der Schnürung entwickelt, welche bomben-Halt gibt, aber auch nirgendwo drückt.
    Ach ja, als letzten Punkt. Ich bin jetzt Ende 40 und habe mit Sandalen meine Halbmarathon-Bestzeit von vor 15 Jahren um 10 min pulverisiert 🙂

    1. Hallo Jochen,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und Deine Erfahrungen. Einen HM darin zu laufen habe ich mich noch nicht getraut und dann noch eine PB! Klasse.
      Ich laufe die Sandalen jetzt wieder mehr, da ich in den letzten Wochen voll auf 10Km PB traininert hatte und bei den XRD ist bei hohem Tempo leider regelmäßig die Schnürung durchgescheuert.
      Dafür kann ich mittlerweile 1000er Intervalle barfuß laufen auf Tartan 🙂 Meine beste Barfußeinheit vor wenigen Wochen: 8x 1000m, alle sub4er Pace.
      Was Deine alternativen Schnürungen anbelangt, werde ich mich damit jetzt auch mal näher beschäftigen, denn die Slip on Slip off Schnürung ist bei starker Belastung tatsächlich nicht optimal.
      Keep on running!

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