Ich laufe jetzt seit Dreieinhalb Jahren oder seit knapp 6000 Kilometern.

Warum langsam, solange es noch schnell geht…

Aus anfänglichem Spaß daran, dass ich überhaupt regelmäßig laufe und den damit verbundenen ersten, schnellen Erfolgen, hat im Laufe der Zeit immer mehr Struktur Einzug Einzug gehalten, so dass man mittlerweile durchaus von „Training“ sprechen kann. Dieses ist auch notwendig, um weiterhin immer noch eine Schippe zulegen zu können, denn ehrlicherweise ist das einer der beiden hauptsächlichen Antriebe für mich: Ich finde es einfach zu geil, in meinem immerhin nicht mehr ganz jugendlichen Alter immer noch in dem Bereich zu sein, in dem ich mich verbessern kann, das ist wirklich der Kick für mich. Die Tatsache, dass ich mich seit 2014 bei ausnahmelos jedem Wettkampf verbessern konnte, an dem ich seither teilgenommen habe, bestätigt und beflügelt mich darin natürlich erst recht.

Ich laufe jetzt noch ca. 18 Monate in der Altersklasse M45 (45 – 49 Jahre) und werde aller Voraussicht nach (wenn Gesundheit und Verletzungsfreiheit weiterhin auf meiner Seite sind) um einiges schneller sein, wenn ich 2019 die M50 betrete. Alleine das ist schon wieder eine zusätzliche Motivation, vor allem weil spätestens ab der M55 dann so langsam das Pendel in die andere Richtung ausschlagen wird, denn ewig kann man dem Altern nicht davonlaufen.

Warum schnell, wenn es langsam langsamer wird…

Der zweite Antrieb ist für mich, dass Laufen an sich mir wirklich und wahrhaftig Spaß macht. Ich glaube von den 6000 Kilometern habe ich höchstens 10 oder 20 mit Kopfhörern bzw. Musik auf den Ohren absolviert, denn ich höre mir lieber selber beim Leben zu, wenn es in mir schnauft und rauscht und fließt und strömt.
Das ist ein gutes Gefühl und hochgradig dazu geeignet mich zu erden und von wo auch immer ich gerade drauf bin runter zu holen.
Ich genieße die längeren Läufe am Wochenende, bei denen man gemütlich durch die Gegend trabt und vielleicht sogar mal stehen bleibt, um ein Foto zu schießen von irgendeinem überfahrenen Reh oder einem Rapsfeld in voller Blüte, aber NOCH lieber mache ich meine Läufe  einen Tacken zügiger, so dass ich zwar noch wahrnehme durch welche Landschaft ich laufe, aber außer meinem eigenen Atem kaum etwas Anderes höre.
Spätestens wenn ich das Tempo nicht mehr steigern kann, werden die Distanzen wieder länger werden und die ganze Ausrichtung mehr in den Erhalt der Gesundheit zeigen.

Warum Gedanken darüber machen,  die Zeit rast, ich auch…

Aber jetzt ist HEUTE und da ist eben auch das TRAINING, das Fokussieren auf einen bestimmten Wettkampf hin, mit einer ganz klaren Vorstellung davon, was für eine Zeit ich laufen möchte und was ich dafür tun muss, um das zu erreichen.
Da ich berufstätig bin und außerdem Ehemann sowie Vater zweier Grundschulpflichter Kinder, beschränkt sich meine „Laufsaison“ auf ein, zwei Wettkämpfe im Frühjahr und ein, zwei Wettkämpfe im Herbst.
Und weil ich festgestellt habe, dass ich zu wenig Zeit für meinen Ehrgeiz habe, bezogen bezogen auf meine Wettkampfzeiten (Alles Andere als eine neue Bestzeit ist nicht akzeptabel), habe ich jetzt auch meine Distanzen verkürzt.

Mein Marathon Debüt im letzten Jahr, war erfolgreich und großartig, aber eine Verbesserung um nur wenige Minuten bedingte ein Training, dass meinen persönlich gesteckten Zeitrahmen sprengen würde.
Mein bis dahin gehandeltes „Fernziel“ Den Halbmarathon mal unter 90 Minuten zu schaffen, habe ich bereits im März dieses Jahres erreicht und so reifte die Idee, noch mal richtig Gas zu geben. Ich werde also in diesem Jahr auch keinen Halbmarathon mehr laufen, sondern das erste Mal überhaupt speziell für die 10Km Distanz trainieren.
Das Ziel: Die 40 Minuten müssen fallen (Oder sogar 39?) !

Das bedeutet im Großen und Ganzen: Weniger Kilometer, aber schnellere Einheiten.

Aktuell bin ich in der vierten Woche eines 12 Wochen Trainingsplans für den Alsterlauf am 10. September und wie erhofft macht mir das darauf angepasste Training eine Mordslaune
Mir liegen knackige Intervalle einfach 🙂

Warum ist mir das ganze Loblied aufs Laufen (Und irgendwie ja auch auf mich) jetzt einen Blogbeitrag wert?
Ich freue mich einfach darüber, dass es so gut…. äh— läuft ! 🙂

Gutes Wetter ist immer noch am Schönsten

 

 

markus

markus

Wenn er nichts Besseres zu tun hat, geht er laufen, theoretisch also quasi immer. Nun hat er zwar praktisch kaum was Besseres zu tun, dummerweise aber verdammt viel Wichtigeres, so dass sich das Laufen auf 3x Wöchentlich und ca. 40km beschränkt...
markus
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